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Radiologiegeschichte erleben: Das Lange Röntgenwochenende in Remscheid-Lennep

Vom 23. bis 25. Oktober 2026 stand Remscheid-Lennep wieder ganz im Zeichen der Radiologie. Beim fünften Forum der Historischen Kommission der DRG rückte die Geschichte der Kinderradiologie in den Mittelpunkt. Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung des Röntgen-Pionierpreises 2026 an Prof. Dr. Gabriele Benz-Bohm. Mit Kultur, Musik und sportlichem Einsatz der X-Ray Runners bot das Lange Röntgenwochenende zudem reichlich Gelegenheit für Begegnungen und gemeinschaftliche Erlebnisse.

von Anna Kätker · 28. Oktober 2026

Fünftes Forum der Historischen Kommission der DRG in Remscheid-Lennep

Am Freitag, den 23. Oktober 2026, fand am Geburtsort Wilhelm Conrad Röntgens in Remscheid-Lennep das fünfte Forum der Historischen Kommission der DRG statt. In diesem Jahr stand die Entwicklung und der aktuelle Stand der Kinderradiologie im deutschsprachigen Raum im Mittelpunkt. Der Vorsitzende der Historischen Kommission, Prof. Dr. Heinz-Peter Schlemmer, Leiter der Abteilung Radiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, begrüßte neben dem Ehrengast Prof. Dr. Gabriele Benz-Bohm, der ehemaligen Leiterin der Kinderradiologie an der Universität zu Köln, auch Dr. Martha Dohna und PD Dr. Mark Born von der Sektion Kinderradiologie am Universitätsklinikum Bonn sowie Prof. Dr. Franz-Wolfgang Hirsch, emeritierter Direktor des Instituts für Kinderradiologie am Universitätsklinikum Leipzig, zu spannenden Vorträgen.

Die Geschichte der Radiologie und der DRG ist nicht zuletzt die Geschichte der Menschen, die das Fach und seine Entwicklung maßgeblich geprägt haben. Die Historische Kommission hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, gelebte Geschichte und persönliche Erfahrungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in sogenannten „Kamingesprächen“ festzuhalten. Bislang sind auf diese Weise fünf Lebensgeschichten aus erster Hand dokumentiert worden.

Im lebhaften, von Prof. Dr. Heinz-Peter Schlemmer und Nadja Kocher geführten Gespräch, ließ Prof. Dr. Gabriele Benz-Bohm anhand ihrer eigenen Biografie die Entwicklung der Kinderradiologie lebendig werden. Dabei wurde deutlich, welchen besonderen Stellenwert dieses Fachgebiet für sie hat – und dass sie ihren beruflichen Weg trotz mancher Widrigkeiten jederzeit wieder genauso einschlagen würde. Das Kamingespräch bot damit nicht nur persönliche Einblicke in eine beeindruckende Karriere, sondern machte zugleich deutlich, wie viel Engagement, Überzeugung und Durchhaltevermögen die Entwicklung eines medizinischen Fachgebiets prägen.

Im Anschluss an das Gespräch wurde Gabriele Benz-Bohm für ihre besonderen Verdienste um die Entwicklung der Kinderradiologie in Forschung und klinischer Anwendung mit dem Röntgen-Pionierpreis 2026 ausgezeichnet. Prof. Dr. Benz-Bohm zeigte sich sichtlich gerührt von der Auszeichnung. Besonders bewegte sie jedoch auch die Anwesenheit zahlreicher ehemaliger Kolleg:innen und langjähriger Weggefährt:innen, die diesen besonderen Moment mit ihr teilten.

Kultur, Musik und sportlicher Einsatz

Auch abseits des fachlichen Programms wurde in Remscheid-Lennep einiges geboten. Im Rahmen der „Nacht der Kultur“ verwandelte sich das Geburtshaus Wilhelm Conrad Röntgens am Samstagabend erneut in einen lebendigen Treffpunkt: Zu den Klängen der Live-Musik von Stefan Lohwasser und Martin Völker wurde gesungen und getanzt. Beste Voraussetzungen also, um den Abend in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

Bevor am folgenden Tag der sportliche Teil des Wochenendes begann, stärkten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Röntgenlaufs bei einer gemeinsamen Pasta-Mahlzeit für die bevorstehenden Herausforderungen. Die X-Ray Runners gingen in diesem Jahr mit insgesamt 42 Läuferinnen und Läufern an den Start. Vertreten waren sie auf den Strecken über fünf und zehn Kilometer sowie beim Halbmarathon – sowohl laufend als auch walkend – und Marathon. Die abwechslungsreichen Strecken führten durch die wunderschöne bergische Landschaft. Dabei zeigte sich das Wetter von seiner herbstlichen Seite: Kälte und Wind stellten die Teilnehmenden auf die Probe, während sich zwischendurch aber auch die Sonne blicken ließ.

So verband das Wochenende einmal mehr die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Radiologie und ihren prägenden Persönlichkeiten mit fachlichem Austausch, kulturellen Begegnungen und sportlichem Gemeinschaftsgeist.