Erstmalig hat die Europäische Kommission in diesem Jahr die „EU-Screening-Week“ initiiert. Im Fokus der Woche vom 28. September bis zum 4. Oktober 2026 stehen Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge, Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennung. Da die „EU-Screening-Week“ rund um den „World Heart Day“ am 29. September stattfindet, liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der kardiometabolischen und kardiovaskulären Prävention.
Europäische und nationale Organisationen wurden aufgerufen, den Wert systematisch und breit eingesetzter Untersuchungen zu verdeutlichen, für entsprechende Angebote zu werben und deren gesundheitlichen Nutzen hervorzuheben.
Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennung, insbesondere in der Krebsbekämpfung, stehen im Mittelpunkt unseres Fachgebietes: Moderne Präventionsmedizin ist ohne radiologische Diagnostik nicht denkbar. Screening braucht Bildgebung.
Deshalb hat auch die European Society of Radiology (ESR) die nationalen Fachgesellschaften dazu aufgerufen, die „EU-Screening-Week“ zu nutzen, Menschen für bereits bestehende Früherkennungsprogramme zu sensibilisieren und die Leistungen der Radiologie für ein breites Publikum sichtbarer zu machen. Die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) unterstützt diesen Aufruf.
Insbesondere vor dem Hintergrund des aktuell anlaufenden Programms zur Lungenkrebs-Früherkennung bietet sich die Gelegenheit, für die gesundheitlichen Chancen dieses Programms zu werben und den anspruchsberechtigten Personenkreis für eine Teilnahme zu gewinnen. Auch im Kontext der Herzgesundheit gewinnen radiologische Verfahren weiter an Bedeutung. So steht den Patientinnen und Patienten seit der Aufnahme der CCTA zur Diagnosestellung bei Verdacht auf eine chronische koronare Herzkrankheit (KHK) in die vertragsärztliche Versorgung eine nicht-invasive und deshalb schonenende Diagnostik mit höchster Präzision zur Verfügung.