PRessemitteilung

Promotionspreis 2025 für Dr. Destina Gizem Aydemir-Hoffärber: Bildgebung als Schlüssel zur personalisierten Prognose bei Lebererkrankungen

Berlin, 21. Mai 2026. Mit dem Promotionspreis zeichnet die Deutsche Röntgengesellschaft Dr. med. Destina Gizem Aydemir-Hoffärber vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf für ihre herausragende Dissertation zur verbesserten Prognoseeinschätzung bei Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose aus. In ihrer Arbeit zeigt sie, wie sich aus routinemäßig erhobenen CT-Daten neue bildgebungsbasierte Biomarker ableiten lassen, die eine präzisere Risikostratifizierung ermöglichen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der personalisierten Medizin in der Radiologie.

Für ihre Dissertation zur Prognose von Patientinnen und Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose nach Anlage eines transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (early TIPS) wird Dr. med. Destina Gizem Aydemir-Hoffärber mit dem Promotionspreis der Deutschen Röntgengesellschaft ausgezeichnet. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Analyse von Muskelmasse und insbesondere Muskelqualität als Ausdruck von Sarkopenie auf Basis routinemäßiger CT-Daten. Dabei konnte sie zeigen, dass die Muskelqualität eine höhere prognostische Aussagekraft für das Überleben besitzt als etablierte klinische Scores und auch als die reine Muskelmasse. Mit diesem Ansatz etabliert sie einen neuen bildgebungsbasierten Biomarker, der den funktionellen Status und die physiologische Reserve von Hochrisikopatientinnen und -patienten besser abbildet. Ihre Forschung verdeutlicht eindrucksvoll das Potenzial der Radiologie, über die Diagnostik hinaus zur individualisierten Therapieplanung beizutragen und klinische Entscheidungsprozesse nachhaltig zu verbessern.

Über den Promotionspreise der Deutschen Röntgengesellschaft

Der Promotionspreis der Deutschen Röntgengesellschaft wurde erstmals zum Jahr 2012 ausgeschrieben, um wissenschaftlich engagierte Studierende und Mediziner:innen zu motivieren und zu fördern. Pro Jahr werden bis zu drei Promotionsarbeiten ausgezeichnet. Im Fall einer Auszeichnung der eingereichten Arbeit wird diese als Originalarbeit in der Fachzeitschrift RöFo veröffentlicht. Der Preis ist mit 1.000 Euro und der kostenlosen Teilnahme am kommenden Deutschen Röntgenkongress dotiert. Teilnehmen können Bewerber:innen, die im Vorjahr der Preisverleihung auf dem Gebiet der Radiologie und Medizinphysik promoviert haben. Die eingereichte Arbeit resultiert aus der Promotion (beziehungsweise aus Teilen der Promotion) und ist in Form einer wissenschaftlichen Originalarbeit nach den Richtlinien für Autor:innen der Fachzeitschrift „RöFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren“ abgefasst. Von einer Fachzeitschrift bereits veröffentlichte oder zur Publikation angenommene Arbeiten, die aus der Promotion des Bewerbenden resultieren, können ebenfalls für den Preis eingereicht werden. Sie werden, falls sie für den Preis ausgewählt werden, nach ihrer Veröffentlichung in der RöFo referiert.

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Pressekontakt

Dr. Hans-Georg Stavginski +49 30 916070-43stavginski@drg.de