„Wir freuen uns sehr über die große Resonanz auf den diesjährigen Röntgenkongress“, erklärt Kongresspräsident Prof. Dr. Saif Afat. "Das Motto „Radiologie grenzenlos“ war in allen Kongressteilen spürbar: in der fachlichen Vielfalt, in den interdisziplinären Diskussionen und im offenen Austausch über die Zukunft unseres Fachs.“ Gemeinsam mit PD Dr. Bettina Baeßler und PD Dr. Daniel Pinto dos Santos bildete Afat das Präsidium des 107. Deutschen Röntgenkongresses.
Das Kongressprogramm griff aktuelle Entwicklungen der Radiologie auf und eröffnete zugleich neue Perspektiven auf das Fach. Formate wie „Die steile These“, „Rockstars of Radiology“, Sessions zu Künstlicher Intelligenz, Lungenkrebs-Früherkennung, Longevity und digitaler Gesundheitskommunikation sowie die Diskussionen rund um die Rolle von Medfluencern sorgten für lebhafte Debatten und große Beteiligung. „Radiologie lebt vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Mit neuen Formaten wollten wir bewusst Raum für Debatten schaffen. Die große Beteiligung hat gezeigt, wie wichtig dieser offene Dialog für die Weiterentwicklung unseres Fachs ist.“, so PD Dr. Bettina Baeßler.
Ein besonderes Highlight war die Eröffnungsveranstaltung mit dem Molekularbiologen und Wissenschaftskommunikator Martin Moder, der in seiner Keynote die Chancen und Grenzen Künstlicher Intelligenz beleuchtete. Große Aufmerksamkeit fand auch die traditionelle Röntgenvorlesung von Prof. Dr. Frank Rühli, der eindrucksvoll zeigte, wie moderne Bildgebung neue Erkenntnisse über historische Funde wie Ötzi oder Tutanchamun ermöglicht.
Der digitale Kongressteil fand vom 11. März bis 20. Juni 2026 statt. In insgesamt 101 Webinaren boten die Fachgesellschaften, Arbeitsgemeinschaften, Netzwerke und Foren der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG), der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR), der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) sowie der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Technolog:innen für Radiologie (DGMTR) ein breites Fortbildungsangebot.
Für den RÖKO DIGITAL registrierten sich über 3.800 Teilnehmende. Die 101 Webinare verzeichneten insgesamt 30.375 Teilnahmen, was durchschnittlich 323 Teilnehmenden pro Webinar entspricht. Besonders gefragt waren Fortbildungen zur muskuloskelettalen Radiologie, Herzbildgebung, Gefäßdiagnostik sowie zu aktuellen Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz in der Radiologie. Alle Webinare stehen den berechtigten Teilnehmenden weiterhin auf der Lernplattform conrad zur Verfügung.
Der Präsenzteil des Kongresses fand vom 13. bis 15. Mai 2026 im Congress Center Leipzig statt. Mit rund 5.400 Teilnehmenden verzeichnete der RÖKO LEIPZIG die höchste Beteiligung seit der Wiederaufnahme der Präsenzkongresse nach der Pandemie und übertraf den Vorjahreswert deutlich. Sehr erfreulich war die Entwicklung bei den Medizinischen Technolog:innen für Radiologie (MTR): Ihre Zahl stieg um rund 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Beteiligung der Industrie legte mit einem Plus von knapp 25 Prozent deutlich zu.
Ein besonderer Schwerpunkt des Kongresses lag auf der Interventionellen Radiologie. Mit dem erstmals angebotenen DeGIR-Campus etablierte sich ein neues Erlebnis- und Fortbildungsformat, das Simulator-Trainings, Fallvorstellungen, Kurzvorträge, das IR-Kino sowie Sessions zu Themen wie 'IR meets AI' miteinander verband. Der große Zuspruch zeigte das wachsende Interesse an modernen bildgeführten Therapien und der interventionellen Radiologie als integraler Bestandteil des Fachs. PD Dr. Daniel Pinto dos Santos: „Die Interventionelle Radiologie hat auf dem diesjährigen Kongress eindrucksvoll gezeigt, wie eng Diagnostik und Therapie heute miteinander verbunden sind. Der DeGIR-Campus hat viele Teilnehmende begeistert und verdeutlicht, welches Potenzial in praxisnahen, interaktiven Fortbildungsformaten steckt. Gleichzeitig steht er exemplarisch für die Innovationskraft und Zukunftsorientierung unseres Fachs.“
Der Deutsche Röntgenkongress hat auch 2026 eindrucksvoll gezeigt, wie erfolgreich die Verbindung aus digitaler Fortbildung und persönlichem Austausch funktioniert. Mit über 9.200 Teilnehmenden über beide Kongressteile hinweg unterstreicht der RÖKO seine Rolle als wichtigste deutschsprachige Plattform für radiologische Fortbildung, Wissenschaft und Vernetzung.
Mit dem Blick nach vorn richtet sich die Aufmerksamkeit bereits auf den 108. Deutschen Röntgenkongress 2027. Unter dem Motto „Wenn Überblick den Unterschied macht. Prävention. Diagnostik. Therapie. Die Radiologie.“ laden die Kongresspräsidenten Prof. Dr. Matthias Gutberlet und Prof. Dr. Marcus Katoh die radiologische Community erneut zu einer bewährten Verbindung aus digitalem Lernen und dem Austausch vor Ort ein. RÖKO DIGITAL findet vom 10. März bis 19. Juni 2027 statt, der Präsenzkongress RÖKO LEIPZIG vom 5. bis 7. Mai 2027 im Congress Center Leipzig. Gemeinsam von DRG, DeGIR und DGMTR gestaltet, wird der RÖKO 2027 die gesamte Bandbreite der Radiologie von Prävention und Diagnostik bis hin zur Therapie abbilden.
Deutsche Röntgengesellschaft e.V.
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