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Physik 1903
Entdeckung der spontanen Radioaktivität. Bei Untersuchungen zur Fluoreszenz von Uransalzen entdeckte Becquerel im Februar 1896 eine bis dahin unbekannte Eigenstrahlung einiger Substanzen. Die weitere Untersuchung dieser neuen Strahlungsart stand zunächst im Schatten der Röntgenstrahlen, für die sich sofort Anwendungsmöglichkeiten in Technik und Medizin boten. Erst die 1897 begonnenen Arbeiten von Marie und Pierre Curie machten die fundamentale Bedeutung der radioaktiven Strahlen deutlich. Neben Uran konnte die Strahlung auch in Thorium nachgewiesen werden. Der Begriff "Radioaktivität" wurde geprägt.
Chemie 1911
Entdeckung der Elemente Radium und Polonium. Die umfangreichen Untersuchungen Curies zeigten, dass insbesondere das uranhaltige Mineral Pechblende eine besonders starke Strahlenaktivität zeigte. Durch chemische Isolation konnten aus der Pechblende die neuen chemischen Elemente Radium und Polonium isoliert werden.
Physik 1952
Entwicklung verfeinerter und vereinfachter Methoden zur Messung magnetischer Kraftfelder im Atom. Die Kernspinresonanz-Spektroskopie hat bei der Strukturanalyse von Molekülen in der organischen Chemie und Biochemie große Bedeutung erlangt. Die Anwendung der Kernspinresonanztechniken (NMR) in der Medizin wurden durch die 1973 veröffentlichen Ideen von Paul Lauterbur eröffnet. Das erste NMR-Schnittbild eines lebenden Menschen konnte Damadian 1977 vorstellen. Heute haben NMR-Techniken eine besonders große Bedeutung auch in der medizinischen Diagnostik.
Chemie 1991
Beiträge zur Entwicklung der hochauflösenden Kernresonanzspektroskopie (NMR). Die neu entwickelten Methoden kurzer Radioimpulse haben die Auflösung und Präzision der NMR radikal verbessert. Dadurch können Strukturen von Molekülen oft innerhalb von Stunden oder Tagen ermittelt werden. In den Jahre 1971-1976 entwickelte Ernst mit der zweidimensionalen Fourier-Transform-NMR (2D-FT-NMR) eine weitere technische Verbesserung. Dabei wurde die Probe einer veränderlichen Folge von Radioimpulsen ausgesetzt und das NMR-Signal als Funktion der Zeit bei verschiedenen Folgen aufgezeichnet. Dies erlaubt die NMR-Spektroskopie komplexer Moleküle wie etwa Proteine. In den 1990er Jahre wurden drei- und multidimensionale Verfahren entwickelt. |
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| Aktualisiert am Sonntag, 17. August 2008 um 16:33 |