Zur Navigation | Zum Inhalt

www.hellste-koepfe.de online
Das DRG-Portal für Medizinstudenten und junge Radiologen
3. Radiologie Kongress Ruhr
28. bis 30.10.2010 in Bochum  - Jetzt zum Frühbucherrabatt anmelden
Startseite > Patienteninformationen > Pioniere > Friedrich, Walter
Friedrich, Walter PDF Drucken E-Mail

Prof. Dr.
Walter Friedrich
1883-1969

Pionier der Strahlenphysik
Ordinarius für Medizinische Physik in Berlin 1922

Walter Friedrich wurde nach seiner Promotion 1911 bei W.C. Röntgen Assistent bei dem bekannten theoretischen Physiker A. Sommerfeld in München. An diesem Institut hatte Max von Laue Untersuchungen über die Raumgitterstruktur der Kristalle durchgeführt, die von Friedrich mit dem Doktoranden Knipping fortgesetzt wurden.

Friedrich gelang der Nachweis von Interferenzpunkten auf einer Fotoplatte, womit die Wellennatur der Röntgenstrahlen bewiesen war. Die Untersuchungsergebnisse fanden 1912 im Sitzungsbericht der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften ihren Niederschlag. Von Laue gab 1914 wegen der Leistung Friedrichs und Knippings die Teilung des ihm für diese Forschungsarbeiten verliehenen Nobelpreises bekannt.

Nach mehrjähriger Tätigkeit in Freiburg wurde Friedrich Lehrstuhlinhaber für Medizinische Physik an der Universität Berlin. 1947 übernahm er die Leitung des Medizinisch-biologischen Instituts in Berlin-Buch, das er zu einem bedeutenden Forschungszentrum für die Krebsforschung , Pharmakologie und Zellphysiologie entwickelte.

P. Gerhardt

 

Friedrich engagierte sich für die Deutsche Röntgengesellschaft als deren Präsident. In Anerkennung seiner großen Leistungen schuf die frühere Gesellschaft für Medizinische Radiologie der DDR den Walter Friedrich-Preis für Radiologie, der nunmehr jährlich von der Deutschen Röntgengesellschaft für besondere Leistungen in der Radiologie verliehen wird.